Fünftes Ordnungspolitisches Kolloquium – Industriepolitik

Hermann Heibel | DIGITALATELIER*

Die ordnungspolitisch fundierte soziale Marktwirtschaft ist ein deutsches Erfolgsmodell.

Zukunftsfähige Arbeitsplätze, gesellschaftlicher Wohlstand und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gründen auf ihr. Aber klar ist: auch Bewährtes muss mit der Zeit gehen – und die Zeiten ändern sich rapide. Tatsächlich drängt China mit Macht auf die politische und ökonomische Weltbühne. Kein Markt ist in den letzten Jahren so stark gewachsen wie der chinesische. Längst befindet sich China im geopolitischen Wettstreit mit dem „Westen“. Verschiedentlich ist bereits von einem neuen Wendepunkt der Geschichte die Rede. Doch stimmt die These vom Systemwettbewerb mit China, die wiederum als Rechtfertigung für eine neue Industriepolitik herangezogen wird? Diese Leitfrage stand im Mittelpunkt des fünften Ordnungspolitischen Kolloquiums der IMPULS-Stiftung des VDMA. Konsens unter den rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Maschinenbau, Wissenschaft, Politik und Gewerkschaft war: Alarmismus ist – bei allen gegebenen Herausforderungen – fehl am Platze. Stattdessen sind Realismus, eine „tätige“ Politik,etwa auf den Gebieten von Bildung, Wissenschaft und Infrastruktur, und eine Besinnung auf eigene Stärken geboten.